ich moechte auch mal wieder bessere Nachrichten habenHurra, wir leben noch



Die ersten Bilder

Photos aus dem Krankenhaus vor und nach der OP

Mein erster Sprechversuch nach der Operation, ein schlichtes "Hallo"

Hier ein kurzer Video-Gruss nach Deutschland von mir

Dezember 2010

Vieles um nicht zu sagen recht vieles ist in der Zwischenzeit passiert. Nicht nur, dass ich im März 2010 wegen Lungenkrebs operiert wurde. Jetzt steht endgültig fest, dass ich nie mehr feste Nahrung werde essen können. Leider konnte man mir nur einige Zähne oben einsetzen, sodass ich wenigstens wieder etwas lächeln kann, aber unten ist leider nichts zu machen. "Der Rahmen ist einfach zu verzogen!!"

20.10.09

Ich hatte meimen ersten Termin Wegen meiner Zähne, war nicht sehr vielversprechend, leider. Ende November gehen wir ins Planungsstadium, vielleicht kann ich dann mehr Hoffnung schöpfen

18.05.2009

Jetzt kümmert man sich um meine Zähne. Von den mir gebliebenen 12 Beisserchen müssen 2 weitere wahrscheinlich noch entfernt werden. Und dann muss eine Lösung gefunden werden. Kann mir nicht vorstellen, was getan werden kann. Wie kann man mir Zähne einpflanzen, wo kein Knochen ist? Kommt da etwa eine weitere OP auf mich zu? Knochenverpflanzung? Das ganze wird in einem anderen Krankenhaus entschieden. Im Moment benutze ich von Colgate eine Zahncreme, die es hier nur auf Rezept gibt, Duraphat 500. Somit kostet sie mich nichts, da ich ja rezeptfrei bin. Schlechte Nachrichten allerdings, was meine Zunge betrifft: sie liegt mir seit der OP quer im Mund, daher die Schwierigkeit mit meiner Sprache. Auch kann ich damit keine Speisen in den Rachen befördern.

20.03.2009 -

Seit 3 Monaten hat sich an meinem Zustand leider nichts verbessert - ich kann immer noch nicht sprechen und überhaupt nichts essen. Ich habe überhaupt keinerlei Appetit mehr, ich glaube, dass die Strahlentherapie mir meine Geschmacksnerven getötet hat. Seit letzten August keine warme Mahlzeit mehr!!!
 
Nur diese Milchnahrung , die wohl so ähnlich wie Slim Fast schmecken muss, die Verpackung ist nämlich fast 100%ig identisch. Ich bekomme die Nahrung auf Rezept. Mit 60 bin ich rezeptfrei, das ist der einzige Vorteil an der ganzen Geschichte. Rezeptanteil pro Medikament ist nämlich 10 Euro in England!
 
Judith hat ihre Arbeit auch wieder aufgenommen, arbeitet im Moment 3 Tage in der Woche. Für sie war das alles einfach zuviel, sie war eine Zeitlang in ärztlicher Behandlung deswegen, Ich hoffe, der Urlaub in Portugal bringt sie wieder auf die alte Bahn zurück.
 
Letzte Woche hätte uns fast völlig aus der Bahn geschmissen, mein Arbeitgeber war der Meinung, dass meine Lohnfortzahlung diese Woche auasläuft, ein halbes Jahr ist es jetzt nämlich her, seit ich operiert wurde.
 
Dann wurde allerdings festgestellt, dass ich ab April erneut Anspruch habe, da ich bereits über 5 Jahre beider Firma bin. Da hab ich grade nochmal furchtbaren Dusel gehabt, vom engl. Staat wären mir nämlich höchstens ein Sechstel meines Lohns zugestanden, das wäre noch nicht mal die Haelfte der Miete gewesen. Und heute noch ein Schock: Anstelle von 1200 Pfund waren nur 500 auf meinem Konto! Sofort eine EMail an den Arbeitgeber - postwendend Entschuldigung erhalten, wird sofort berichtigt. Aufpassen muss man, wie ein Luchs.

22.12.08 - War letzte Woche 2 x stationär im Krankenhaus, deshalb kein Update seit einiger Zeit, wie Andy bemerkt hat.

Sonntag morgen war mir so übel, dass Judith den Notdienst anrief - man behielt mich zur Überwachung 3 Tage im Krankenhaus - nichts gefunden. Entlassung. Freitag dann das gleiche Spiel, diesmal stellte man fest, dass ich total verstopft war, nichts ging mehr den normalen Weg, also erbrach ich alles. Sch....!!!

31.11.08 - Die letzte Woche Behandlungswoche bricht an

und das ist gut so, das Wochenende war nämlich alles andere als angenehm, was Schmerzen, Übelkeit usw. betrifft. Ich glaube, ich habe mireinen Virus eingefangen, war unentwegt am Husten.

24.11.08 - Noch 2 Wochen Therapie

Das Atmen fällt mir schwer und die Stimme versagt allmählich. Seit 5 Tagen kein Stuhlgang - Sollten die Ärzte doch noch recht behalten mit ihren düsteren Voraussagen?

03.11.08 - Die 2. Woche Therapie hat begonnen

und es gibt Folgendes zu berichten:

Die erste Woche habe ich ziemlich unbeschadet überstanden - zugegeben, ich war am Wochenende etwas müde, das mag aber durchaus auch an dem trostlosen Wetter hier gelegen haben.

Täglich erhalten in "meinem Krankenhaus" mindestens 60 Patienten Chemotherapie, mit Laserstrahlen behandlet werden im Durchschitt täglich 150 Partienten -  und ich bin ein Teil davon. Man weiss ja, dass Krebs existiert , man lebt damit, macht sich aber kaum einen Kopf darüber, "kann mich ja nicht treffen".

27.10.08 - 12-Stundentag im Krankenhaus

Heute begann die Therapie. Um 8:00 Uhr heute morgen kam der Krankentransport, um mich abzuholen, um 18:30 war ich wieder zuhause.)

Maske Das Folterwerkzeug, die Maske, in die ich eingespannt werde während der Bestrahlung, damit ich ja still liege, und die "Eindrücke", die die Maske eine Zeitlang hinterlässt, weil sie so verdammt eng ist.

09.10.08 - Maske für die Bestrahlung wird angefertigt

Heute wurde die Maske angefertigt, die ich jedesmal tragen muss, wenn ich zu meinen Sitzungen komme. 5 mal die Woche Bestrahlung und 1 mal die Woche Chemo, was dann den ganzen Tag dauert. Die eigentliche Radiotherapie dauert nur ein paar Sekunden, aber die Vorbereitungen dauern unendlich lange. Gottseidank werde ich vom Krankenwagen abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht, somit kann ich mir die Parkgebühren sparen, die mich bis jetzt schon ein Heidengeld gekostet haben. Voraussichtlich am 27.10.2008 werden die Bestrahlungen dann anfangen, vorher muss ich noch 2mal zu Voruntersuchungen/Besprechungen erscheinen. Wie gesagt, dauern die Bestrahlungen insgesamt 6 Wochen, dann sollte ich eigentlich krebsfrei sein. Ich werde aber danach weiterhin Dauergast im Krankenhaus bleiben - 5 Jahre lang wird mein Gesundheitszustand überwacht bis ich dann endgültig entlassen werden kann.

Hier an dieser Stelle muss ich nun doch einmal das englische Gesundheitswesen (NHS) loben - ich glaube nicht, dass es mir in Deutschland besser ergangen wäre. Es ging alles so bemerkenswert schnell über die Bühne, das Personal ist tausendmal freundlicher als in Deutschland (hier durfte ich mit meiner Lieblingsschwester unter die Dusche!!!).

03.10.08 - Meine allernächste Zukunft

Man eröffnet mir, dass alle Krebszellen erfolgreich entfernt wurden, sowohl im Gewebe als auch im Knochen. Aus Sicherheitsgründen hat man sich aber dazu entschlossen, mich weiter zu behandeln. Insegsamt 30 Sitzungen mit Betsrahlungen und Chemotherapie. Zur vorbereitung hierfür sind ein paar Untersuchungen notwendig, eine Maske muss angefertigt werden, sodass mit der Behandlung in etwa 2 bis 3 Wochen angefangen werden kann.

01.10.08 - Hurra, ich bin wieder zuhause.

Gerade rechtzeitig zu Judiths Geburtstag am 2. Oktober werde ich entlassen. Ich kann zwar noch nicht richtig sprechen, essen kann ich nichts Festes.

06.09.08 - Das Datum für die Operation steht endlich fest

Endlich! Der Termin für die OP steht fest. Montag muss ich ins Krankenhaus und werde nochmal 2 - 3 Stunden untersucht, dann kann ich Dienstag mittag, 14:00 Uhr antanzen und Mittwoch geht's dann zur Sache.

25.08.08 - Zweimal mussten wir den Notarzt rufen

Mein Magen verweigerte gestern jegliche Nahrungsaufnahme. Nicht mal die Tabletten, die ich einnehmen sollte, um den Magen zu beruhigen, blieben in mir, ich musste sie postwendend wieder ausspucken. Erst als mir die Ärztin dann eine Spritze gab, hat sich der Magen wieder eingerenkt. Heute ist Feiertag, ich war den ganzen Tag im Bett, habe grade ein Süppchen gegessen und das blieb in mir. Hoffentlich bleibt's so.

August 2008 - Diagnose: Mundkrebs

Seit März etwa kämpfte ich mit Zahnweh! Bis es Judith zu bunt war, und sie einen Termin beim Zahnarzt für mich reservierte. Der Zahnarzt schaute in meinen Mund, murmelte ein paarmal Ohh und Ahh und schickte mich gleich ins Krankenhaus. Diagnose: Krebs, der halbe rechte Kieferknochen bereist zerfressen, aber durchaus noch heilbar. 14 Stunden Operation, 2 - 3 Wochen Krankenhaus und anschliesssend Bestrahlung, was mich für ein halbes Jahr ausser Gefecht setzt. Ich würde zu schwach sein im nächsten halben Jahr, um mir eine Tasse Tee machen zu können. Hahaha, ich trinke keinen Tee, nur Kaffee.

 

 

| Photos | ©2005 Harald Mutz